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#WritingFriday: Frühlingsanfang

Zwischen all den Nachrichten mit dem C-Wort, braucht es auch mal etwas Ablenkung, etwas Schönes. Denn auch wenn wir es vielleicht im Moment nicht so ganz wahrnehmen, es ist Frühling. Statt den Beginn meiner liebsten Jahreszeit mit einem Eis draußen zu genießen, sitze ich zuhause. Eigentlich sollte ich wenigstens etwas arbeiten, vielleicht Romanideen ausfeilen und am Blog werkeln. Doch meine Gedanken driften immer wieder ab und ich kann mich nicht konzentrieren. Für eine Weile kann ich mich beim Lesen eines schnulzigen Romans in eine fiktionale Welt träumen, in der es keine Sorgen gibt. Doch nach zwei Stunden, mein Rücken schmerzt schon von meiner liegenden Position auf dem Sessel, hebe ich den Kopf und mir wird schlagartig bewusst: die Welt ist im Ausnahmezustand!

Ich betrete die Terrasse und atme die Frühlingsluft ein. Es riecht süßlich nach den Blüten des kleinen Strauchs, den wir zur Hochzeit bekommen haben. Im Moment steht er noch in seinem Topf auf der Terrasse. Der Garten muss warten.

Es mag zwar blöd klingen, aber wenn es mir im Moment nicht gut geht, schaue ich hinaus aus dem Fenster. Dort sehe ich immer irgendwelche Vögel. Es ist Balzzeit. Mit etwas Glück schleicht auch eine Katze durch die Gegend. Diese kleinen Dinge sind es, die mir helfen, die mich beruhigen.

Deshalb habe ich für den WritingFriday von Elizzy ein Haiku geschrieben. Eine ihrer Aufgaben ist, den Frühlingsanfang einer blinden Person zu beschreiben. Ich hoffe, es gefällt euch.

Frühlingsanfang

Kitzelnde Sonnenstrahlen

wohlig warm auf der Haut.

Vogelgezwitscher in der Luft

#nanowrimo: Wie ich in einer Woche 23k schaffe

haha der Titel liest sich wie so’n Clickbait-Artikel oder ein Ratgeber. Aber er passt trotzdem. Ich möchte nämlich meine diesjährige Erfahrung mit dem NaNoWriMo teilen. Dieses Jahr war meine Vorgehensweise nämlich anders als sonst. Geplant habe ich trotzdem nichts.

Marathon-Wochenende: 10k

In diesem Jahr fiel der Beginn des NaNos auf einen Feiertag, der auch noch ein Freitag war. Das bedeutet Viel Schreibzeit. Normalerweise schreibe ich sehr wenig. Ich bin froh, wenn ich mal ein paar Tage hintereinander schreibe. Danach verlässt mich erfahrungsgemäß die Motivation. So ist es auch immer, wenn ich im November am NaNo teilnehmen möchte. In diesem Jahr habe ich es aber endlich mal in den Discord-Channel der deutschen NaNo-Gruppe geschafft (wieso habe ich da letztes Jahr nicht auch so häufig reingeguckt?). Hier finden Word Wars statt, aber man tauscht sich auch mit anderen Teilnehmern aus, macht sich gegenseitig Mut, spornt sich an … Das hat mir sehr geholfen. So sehr, dass ich am ersten Wochenende, an dem im Forum ein Marathon angekündigt wurde (Ziel 10k Wörter), tatsächlich 10.000 Wörter erreicht habe. Ein ganz schönes Püfferli.

Gedanken über das Schreiben

Schon als Kind habe ich gerne Geschichten geschrieben. Mein Berufswunsch: Autorin. Seitenweise habe ich Collegeblöcke gefüllt. Später bin ich auf Word umgestiegen. Ich hatte Geschichten sogar auf Diskette gespeichert. Was man halt zu einer Zeit machte, als es noch keinen Cloud-Speicher gab. 

Mittlerweile bin ich über 30 und bin immer noch keine Autorin. Wobei – ab wann kann man sich eigentlich so nennen? Wenn man ein Buch veröffentlicht hat? Oder einen Roman zumindest beendet hat? Oder wenn man nur so schreibt? 

Jedenfalls möchte ich den Traum endlich verwirklichen. Was oder wer mich daran hindert? Ganz einfach: ich selber stehe mir im Weg. 

Etliche Romane habe ich begonnen zu schreiben; ich habe sogar geplottet, mir also viele Gedanken gemacht sowie Figuren überlegt. Doch bisher habe ich keinen fertig gestellt. Früher, als Kind, passierte es schon mal, dass ich einen »Roman« zu Ende geschrieben habe. Davon habe ich natürlich keine mehr, glaube ich. Ob die Diskette noch existiert, weiß ich nicht. Selbst wenn: ich kann mit diesem Relikt heute nichts mehr anfangen. 

Vielleicht mache ich mir einfach zu viel Druck. Ständig denke ich, dass das, was ich so schreibe, niemand lesen wird, dass es schlecht ist, langweilig. Wenn ich dann aber Bücher lese, denke ich mir, dass ich mir gar keine Sorgen machen muss. Denn Menschen lesen alles – egal wie schlecht es ist, irgendjemandem gefällt es. Aber ich möchte keinen Roman veröffentlichen, der schlecht ist, der »irgendjemandem« gefällt. Doch wenn ich nichts veröffentliche, niemanden lesen lasse, was ich schreibe, kann ich auch nicht wissen, ob es schlecht ist. 

Was also tun? Mir weiter Gedanken machen über das, was ich fabriziere und wie es bei Lesern ankommen könnte? Und mich dadurch am Schreiben hindern? Oder einfach machen, anderen mal zeigen, was ich schreibe? Ich werde nicht die nächste J.K. Rowling sein oder tiefgründige Romane wie – mir fällt niemand ein, weil ich keine tiefgründigen Bücher lese – schreiben. Aber trotzdem möchte ich einen Roman schreiben, der gefällt. 

Ich sollte also einfach schreiben, mir die Zeit nehmen, Ziele setzen, mich nicht ablenken lassen. Einfach machen!