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Der Büchersonntag

Hallo an diesem stürmischen Sonntag!

Ich hoffe, ihr seid alle sicher im Haus und könnt den Sturm mit einer Tasse Tee/Kakao/Kaffee von innen anschauen. Einen Tee werde ich mir nachher gönnen, aber leider muss ich lernen. So ist das nun mal als Student. Aber ich habe es mir ja so ausgesucht. Dennoch beneide ich meinen Mann, der Youtube schauend auf der Couch hängen kann, während ich vor meinen Lernsachen sitze. Ich sollte vielleicht noch mal einen Artikel zum Studium schreiben, oder?

aktuelles Buch

The Bookshop Book*“ von Jen Campbell. Dabei habe ich erfahren, dass es in Belgien, etwa 2 Autostunden (175 oder 151km, je nach gewählter Strecke) von hier entfernt, ein Buchdorf gibt! Der Ort heißt Redu und befindet sich in der Wallonie. Bisher habe ich noch nicht so viel von Belgien gesehen. Vor ein paar Jahren sind wir mal mit dem Zug nach Gent gefahren. In Spa war ich auch mal und in den Ardennen habe ich mal ein Wochenende gezeltet (inkl. Kanutour – oder Kajak? Ich verwechsel das immer). Ansonsten habe ich unser Nachbarland nur vom Auto aus gesehen, wenn wir an die niederländische Küste gefahren sind oder eben vom Zug aus (nach Gent bzw. London). Immerhin war ich letzten Dezember erst in Eupen, was zur deutschsprachigen Gemeinde gehört. Redu wäre doch mal ein Besuch wert, oder? Ich bezweifle allerdings, dass ich dort viele Bücher kaufen werde. Immerhin wird in dem Teil Belgiens Französisch gesprochen. Jen schreibt in ihrem Buch aber, dass dort auch englische Bücher verkauft werden.

Laut Wikipedia gibt es auch in den Niederlanden ein Bücherdorf: Bredevoort in Gelderland. Allerdings ist der Ort mit 185 bzw. 214km (je nach Strecke) weiter als Redu entfernt. Dort gibt es aber auch einen deutschen und englischen Laden.

Ein weiteres Bücherdorf in Belgien ist Damme (Provinz Westflandern). Das liegt schon fast an der Nordsee. Vielleicht können wir bei unserem nächsten Domburg-Urlaub einen kleinen Schlenker machen?!

Ihr merkt schon: mich begeistert das Thema Bücherdorf und ich möchte mich am liebsten sofort ins Auto setzen uns losfahren. Allerdings schreibe ich den Artikel um halb elf abends und zudem fahre ich nicht gerne selber Auto. Und dann ist da noch das Wetter und die Zeit. Hachja.

Stapel ungelesener Bücher?

Diese Woche ist kein neues Buch hinzugekommen. Aber ich habe mir Freitagabend spontan das neue Buch von Kathrin Weßling, „Nix passiert„, bei einer lokalen Buchhandlung bestellt. Ups. Werde es wahrscheinlich am Dienstag nach der Klausur abholen.

Neues auf dem Blog

Linktipps

Bei easypeasybooks habe ich einen interessanten Artikel zu den Hörbuch-Anbietern Audible und Bookbeat gefunden. Finde den Überblick sehr schön und endlich weiß ich auch, wo die Unterschiede liegen und auch die Vor- bzw. Nachteile. Dennoch sind Hörbücher einfach nicht mein Fall.

Videotipp 1: „An Actual Scot Reads Highlander Romances“ von Jean. Der Titel sagt schon alles, oder? Leider habe ich das Video nicht ganz gesehen, weil ich momentan mitten im Lernen stecke, aber es ist auf meiner Watch-Later-Liste!

Videotipp 2: Auch das Video von Leena habe ich noch nicht geschaut, aber es ist mit Sicherheit interessant. „I read the Extinction Rebellion book so you don’t have to!“ Tatsächlich habe ich das Buch mal gekauft, aber es liegt noch ungelesen hier.

Die beiden Videos werde ich mir also nach der Klausur am Dienstag anschauen.

Fotos

Der Büchersonntag

Hallo, liebe Büchermenschen!

aktuell lese ich

Immer noch „Wakenhyrst*“ von Michelle Paver. Unter einem darkly gothic thriller stelle ich mir aber irgendwie etwas anderes vor. Denn ich finde, dass der Roman gar nicht sooooooo düster und wie ein Thriller eben ist. Als ich das Buch gekauft habe, hat mich vor allem das Cover angesprochen und ich hab gar nicht darauf geachtet, dass es eventuell zu düster für mich sein könnte. Aber zum Glück ist es gar nicht so schlimm. Versteht mich nicht falsch: „Wakenhyrst“ ist kein Friede-Freude-Eierkuchen-Roman und es IST düster. Nur eben nicht so, wie ich erwartet hätte, nachdem ich die Beschreibung gelesen habe. Und das ist auch keine negative Kritik, denn ich finde das Buch gut. Wer also mal etwas lesen möchte, was düster ist, aber nicht zu krass, kann sich ja mal „Wakenhyrst“ anschauen.

Neu auf dem Blog

Rezension zu „Gar kein Plan ist auch eine Lösung“ von Kyra Groh

Linktipps

Leider habe ich Corinne Lucas neues Buch, „Freundinnen“, noch nicht gelesen. Ihr erstes Buch war auf jeden Fall sehr gut. Ob ich ihr neues lesen werde, weiß ich noch nicht. Juliane von I AM JANE hat es getan und ihre Rezension ist vor Kurzem auch erschienen.

Klassiker für kalte Winternächte? Buch-Tipps findet ihr bei Page To Stage reviews, einem englischsprachigen Blog von einer in London lebenden Niederländerin. Darunter sind Bücher wie „Alice’s Adventure in Wonderland“, „A Christmas Carol“ und auch „Heidi“.

Noch mehr englische Bücher? Wer plant, nach England zu reisen (oder auch nur mittels Bücher reisen möchte), findet bei Modern Mrs Darcy vielleicht etwas. Sie hat 65 Bücher aufgelistet, die in London, Oxford oder England generell spielen. Unter anderem „Neverwhere“ von Neil Gaiman, „The Invisible Library“ von Genevieve Cogman und „Pride and Prejudice“ von Jane Austen.

Noch eine deutsche Rezension zum Schluss: „Im Land der letzten Dinge“ von Paul Auster, rezensiert von Wulf. Im Englisch LK haben wir die New York Trilogie bzw. die erste Geschichte daraus gelesen. Paul Auster ist … gewöhnungsbedürftig, würde ich mal sagen?!

Fotos

Statt Fotos von Aachen oder einer Landschaft, zeige ich euch heute an dieser Stelle ein paar meiner Mal-Versuche. Ich habe nämlich ein paar interessante Youtube-Kanäle entdeckt, die sehr hilfreich sind. Die Kaffee-Tasse habe ich nach einem Tutorial von Emma Lefebvre gemalt. Ein weiterer interessanter Kanal ist der von Creations Ceecee.

Mehr von meinen Malereien findet ihr auf meinem Instagram-Account Not Another Handletterer. Den Namen hab ich mir damals ausgesucht, als ich mit Handlettering angefangen habe. Allerdings bin ich darin nicht so gut und habe das nun auch schon länger nicht mehr versucht. Aber der Name bleibt, dafür gibt es aber kaum noch Handlettering.

Das Lesejahr 2019

Hallo 2020!

Ich bin etwas spät mit meinem Rückblick auf das vergangene Jahr. Viele Blogs haben schon in den letzten Tagen auf ihr Jahr zurück geblickt. Aber da 2019 ja noch nicht vorbei war, wollte ich warten, bis das neue begonnen hat. Und hier ist es!

Bücher, die mich positiv überrascht haben

In diesem Jahr habe ich zum ersten Mal „Momo“ von Michael Ende gelesen. Das Buch gehört eigentlich meinem Bruder (vermutlich hat er es selber mal vor vielen, vielen Jahren geschenkt bekommen), aber irgendwann hab ich mir das mal genommen. Zunächst hatte ich Bedenken (welche auch immer das waren). Nun bin ich froh, dass ich „Momo“ gelesen habe. So ein schönes Buch!

(Fiktive) Biografien lese ich nie, aber „Frau Einstein“ war 2018 in der Goodiebag der Lit Blog Cologne dabei und ich habe es letztes Jahr dann mal geschafft, es zu lesen. Zitat aus meiner Rezension: Ob Fiktion oder nicht, mich hat der Roman positiv überrascht und ich habe mit Mileva fühlen können. Ich hatte tatsächlich am Ende Tränen in den Augen und das kommt wirklich ganz ganz selten vor (bei Büchern).

Auch „Wasteland“ ist ein Roman aus einem von mir eher gemiedenen Genre. Doch wie ihr in der Rezension lesen könnt, wurde ich positiv überrascht: Ich möchte nun aber nicht zu viel verraten. Außer, dass meine Erwartungen völlig übertroffen wurden und ich keine „Angst“ vor dem Genre haben musste. Vielleicht lag das aber auch einfach an der Art, wie die Autoren den Roman geschrieben haben. Von mir gibt es auf jeden Fall eine klare Empfehlung!

Zu „Honour“ habe ich leider keine Rezension geschrieben. Der Roman war ein Spontankauf im Sommer, den ich nicht bereut habe. Ein interessantes Buch über eine mir unbekannte Kultur.

Ein ChickLit-Buch hat sich auch in die Auflistung geschlichen, nämlich „A Paris Fairy Tale„. Marie Laval webt in romantische Bücher immer auch noch etwas Geschichtliches und das finde ich irgendwie sehr schön. Meine Rezension findet ihr hier.

Mein Vorhaben letztes Jahr war, ein paar Bücher der Longlist zu lesen. Ich habe dann doch nur eins gelesen und muss zugeben, dass ich etwas traurig war, als ich gehört habe, dass „Das flüssige Land“ leider nicht gewonnen hat. Empfehlen kann ich es trotzdem.

Ein süßes Highlight ist „Himmeldonnerglöckchen“ von Jasmin Zipperling. Eigentlich ist es ein Kinderbuch, aber mit über 30 darf man sowas auch lesen.

Bücher, über die ich mich aufgeregt habe

Das Glück hat viele Seiten“ – ein schöner Titel, auch die Beschreibung klingt vielversprechend. In meiner Kurz-Rezension schrieb ich:

Sowohl das Cover als auch der Titel und auch der Klappentext haben mich neugierig gemacht. Beim Lesen jedoch hätte ich Hannah, die Protagonistin, am liebsten mehr als einmal geschüttelt. 

Hannah ist Mitte/Ende 20 und hat gerade den Buchladen ihrer verstorbenen Tante Marlies geerbt. Als sie gerade die Räumlichkeiten des Notariats verlässt, wartet ein gut aussehender Mann auf sie, der ihr ein Angebot macht: er möchte den Laden kaufen. Das kommt ihr nur gelegen, denn Hannah hat gar kein Interesse an dem Geschäft. Überhaupt will sie bloß aus ihrem früheren Heimatort verschwinden. Ben ist also ihr Retter in der Not! Sie lässt sich von ihm einlullen, verbringt zwei Tage mit ihm, schläft mit ihm und dann erfährt sie von der besten Freundin ihrer Tante sein wahres Vorhaben. Von nun an herrscht quasi Krieg zwischen Hannah und Ben. Hannah tut alles Mögliche, um seine Pläne zu durchkreuzen. Ich finde ihr Verhalten sowas von kindisch. Erst fällt sie auf den unglaublich gut aussehenden Geschäftsmann Ben rein, dann sabotiert sie seine Pläne. Insgeheim steht sie auf ihn und – natürlich – er auf sie. Stellenweise habe ich das Buch nur überflogen. Ja, Ben hat ihr vor dem Kauf nicht alles gesagt, aber … ARGH! Jemandem Hals über Kopf ein Haus zu verkaufen ohne auch nur mal ein paar Tage darüber nachzudenken ist nicht sehr erwachsen, ganz egal, wie viel Trauer eine Rolle spielt. UND GANZ EGAL, WIE GUT DER KÄUFER AUSSIEHT!!!! 

Das Ende wiederum war sehr schön und das, was Ben aus dem alten Buchladen gemacht hat, ist wirklich nicht schlecht. Aber zwischendurch hätte ich das Buch gerne einfach abgebrochen. 

Erinnert ihr euch noch an die Lese-Aktion auf Twitter zu „The Mister„? Das neue Buch von E L James ist ja im Frühling erschienen und das schrie geradezu danach, gemeinsam mit anderen Lesemenschen unter dem Hashtag bbfliest das Buch auseinander zu nehmen. Meine Meinung könnt ihr in der sehr langen und ausführlichen Rezension nachlesen. Ich hoffe, dass es auch in 2020 wieder eine solche Aktion gibt!

The Corner Shop in Cockleberry Bay“. Junge Frau, Rosa, aufgewachsen bei Pflegefamilien und in Heimen, erbt plötzlich von einem Unbekannten ein seit fünf Jahren leerstehendes Haus mit Laden. Das kommt ihr ganz gelegen, da sie, mal wieder, einen Job verloren hat. In Cockleberry Bay lernt sie die Bewohner des Küstenörtchens kennen, manche sind nett, andere nicht so sehr. Ein paar Männer zeigen Interesse. Die einen mag sie, andere nicht. Einer von ihnen vergewaltigt eine mittlerweile gute Freundin, Titch (wird schwanger) und ist außerdem noch Unfallverursacher und Fahrerfluchtbegeher. Allerdings will Titch ihn nicht für die Vergewaltigung anzeigen, denn Karma wird’s schon richten. Genau. Weil er für die Fahrerflucht und den Unfall ja mindestens so hart bestraft wird. Rosa mochte ich auch irgendwie nicht, andere Charaktere waren auch nur mehr oder weniger okay. Josh schien der einzige „normale“ zu sein (und die beiden vom Pub). 

Ach, das Buch war nicht zufriedenstellend (Kurz-Rezension entnommen aus meinem Büchersonntag vom 30. Juni 2019).

Enttäuschungen

Ich hatte mir so viel versprochen, als ich „Die einzige Geschichte“ von Julian Barnes begonnen hatte. Bei der Lit Blog hat die Übersetzerin über den Roman gesprochen und sie war sehr sympathisch und hat viel über ihre Arbeit erzählt. Das fand ich unheimlich interessant.

In der Rezension schrieb ich u. a.: Immer noch finde ich es schwer, das Buch zu beschreiben und zu bewerten. Zum Teil zog sich das Lesen nur so dahin. Dann habe ich ein paar Seiten nur überflogen. Gegen Ende änderte sich das allerdings wieder und es wurde besser.

Bücher mit einem schönen Cover ziehen mich an. Und wer würde schon zu einem Buch mit einem Cover wie das von „Das Glück der kleinen Augenblicke“ Nein sagen? Auch der Titel klingt einfach schön.

Leider habe ich den Roman abgebrochen. Um mal einen Teil aus meiner Rezension zu zitieren: Mir gefällt dieser poetisch anmutende Schreibstil nicht. Bestimmt gibt es Menschen, die sowas gerne lesen, auch in modernen Romanen. Vielleicht passt es ja auch zum Thema, denn man stellt sich das Autorenleben und auch die Verlagswelt so romantisch vor. Wahrscheinlich ist sie aber genau das Gegenteil.

Welche Bücher haben euch 2019 enttäuscht oder positiv überrascht? Habt ihr ein paar der Bücher, die ich im Artikel genannt habe, ebenfalls gelesen? Schreibt mir doch einen Kommentar!

© Buchcover: Penguin, Bastei, Kiepenheuer & Witsch, Piper, Books on Demand, Chock-Lit, Droemer Knaur, Klett Cotta.